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Praxis-Test: Canon MD 110

Dicken Pluspunkt gleich zu Anfang: Die Canon MD 110 hat einen Mikrofoneingang. Selbst bei teureren Kameras steht man manchmal davor, hat ein externes Mikro - aber findet keine Buchse, um das Mikro an die Kamera anzuschließen. Die MD 110 wartet damit auf.

Aber - unverständlich - einen Kopfhörerausgang hat Canon dem Camcorder nicht spendiert. So lässt sich der Ton, den man mit dem Mikro aufnimmt, nicht kontrollieren. Auch einen Zubehörschuh für Mikro oder Licht sucht man vergeblich, er ist der aerodynamischen Form der Kamera zum Opfer gefallen.

Die MD 110 nimmt in den Formaten 4:3 und 16:9 auf. Wobei im Breitbildformat oben und unten das Bild abgeschnitten wird. Im 4:3-Modus fehlen im Weitwinkelbereich rechts und links entscheidende Zentimeter. So lässt sich in Innenräumen schlecht eine Gruppenaufnahme machen.

Dafür ist der Zoom spektakulär. Bis zur 35fachen Vergrößerung lässt sich das Bild heran zoomen. Aus der Hand kann man das nicht mehr filmen, ein Stativ muss her. Was allerdings zu der kleinen, handschmeichlerischen Kamera nicht so recht passen will.

Die produzierten Bilder wirken etwas flau, der Weißabgleich kann aus dem Tritt kommen. Das macht aber nichts, da man dem Apparat mit einem manuellen Weißabgleich auf die Sprünge helfen kann.

Insgesamt bietet Canon mit dem Camcorder ein rundes Angebot, das mit seinen zahlreichen manuellen Eingriffsmöglichkeiten (Weißabgleich, Mikro, Verschlusszeiten usw.) auch dem engagierten Filmer zu gefallen weiß.

Erschienen am 05.2.2008
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