Hamburg, im März 2011 - Für die jetzt erscheinende 2. Auflage hat Frank Sauerland, Filmemacher und Mitglied von Jugendfilm e.V., sein erfolgreiches Praxisbuch über das Filmemachen “Hollywood für Sparfüchse” aktualisiert und erweitert. Auf 160 Seiten erklärt er, wie Filme mit geringem Geldaufwand sendefähig produziert werden.
Die Entscheidungsträger aus der Film- und Fernsehbranche stehen auf den frischen “Look”, der mit den neuen Kameras und Filmformaten mit geringem Aufwand bei minimalen Kosten entstehen kann: Die bewegliche Kamera, der schnelle Schnitt, der ungewöhnliche Auftritt erzeugen eine authentische Bildsprache, welche die Zuschauer fasziniert.
Frank Sauerland bietet Autorenfilmern und Redakteuren einen Überblick über alle Schritte bei der Herstellung eines modernen digitalen Films: von der Wahl der Kamera, über die notwendige Ausrüstung für Ton und Beleuchtung, bis hin zur Verarbeitung am Computer, Sound und Vermarktung. Er erklärt, wie man am Set Kosten sparen oder Videos von MiniDV-Bändern auf normal ausgestatteten PCs verarbeiten kannn. Detailliert und praxisorientiert beschreibt er Chancen und Grenzen dieser sich etablierenden Low-Budget-Technik und räumt mit Vorurteilen auf.
Einige Leser haben Kommentare zum Buch “Hollywood für Sparfüchse” auf der Seite des Online-Buchhändlers amazon.de abgegeben. hier lesen
Eine ausführliche Besprechung mit anschließender Diskussion des Buchs “Hollywood für Sparfüchse” unter Filmemachern ist auf der Film-Community Hackermovies zu finden: hier lesen
Hamburg, im Dezember 2010 - Wie macht man einen preisgünstigen, guten Film? Nun, man könnte "Hollywood für Sparfüchse" lesen und dann los legen ... - 200 Seiten Buch sind zu viel? Dann gibt es zur Zeit die 10-Minuten-Filmschule von Robert Rodriguez auf YouTube zu sehen ...
Der mittlerweile arrivierte Hollywood-Regisseur blickt zurück auf seine Jugend und erzählt, wie er seinen legendären Billig-Reißer “El Mariachi” gedreht hat - mit kaum Geld aber vielen Ideen. Zu sehen ist die 10-Minuten-Filmschule hier. Schnitt, Tempo und keine Special Effects sind sein Rezept ...
Große Vergangenheit, kleine Zukunft? Eine Filmstadt kämpft um ihre Weltgeltung - und verliert sie. Von Frank Sauerland.
Hamburg, im April 2007 - Sieben Monate ist die neu aufgestellte Studio Babelsberg Aktiengesellschaft alt, schon möchte sie frisches Geld haben. Deutschlands Filmproduktionsgesellschaft mit der großen Vergangenheit gab jetzt bekannt, dass sie ihr Kapital erhöhen will durch die Ausgabe weiterer Aktien. Unternehmenssprecherin Michaela Niemeyer erklärte: "Wir hoffen, dadurch 4,5 Millionen Euro neues Kapital zu erhalten." Organisiert wird die Kapitalerhöhung von der Weserbank aus Bremerhaven.
Erst vor einigen Wochen hat die Studio Babelsberg AG die filmtechnischen Dienstleistungen der Firma Taurus Media Technik übernommen. Taurus Media Technik gehörte zur insolventen Gruppe des Medienunternehmers Leo Kirch.
Mit einem Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro im Jahr 2005 für Studio Babelsberg rechnete deren Geschäftsführer Dr. Carl Woebcken zunächst. Im Mai äußerte er sich optimistischer: "Wenn es weiter läuft wie bisher, wird das Minus bei nur 1,8 Millionen Euro liegen". Nun hofft Sprecherin Niemeyer sogar, dass Studio Babelsberg Ende des Jahres knapp die Gewinnzone erreicht.
Niemeyer: "Filmunternehmen aus aller Welt stellt Studio Babelsberg seine Ateliers zur Verfügung." Buchen können Produzenten bei Studio Babelsberg auch Berliner Drehorte (neudeutsch "Location Scouting"), Kostüme, Filmcrew, Kopierwerk und Endfertigung mit Schnitt und Tonmischung.
Ein umfassendes Service-Paket. Doch: "Studio Babelsberg produziert selbst keine Filme mehr", so Niemeyer. "Wir sind Dienstleister für andere."
Und wir sind Zeugen des Niedergangs einer Filmlegende. Zuletzt versuchte der deutsche Filmemacher Volker Schlöndorff, Babelsberg zu alter Größe zurückzuführen. Schlöndorff war von 1992 bis 1997 Geschäftsführer der Studio Babelsberg GmbH, wechselte dann in den Vorstand. Der Mischkonzern Vivendi kaufte das Filmunternehmen, wollte Babelsberg als Produzenten großer Filme etablieren - und erlitt Schiffbruch: "Das brachte keinen Gewinn", urteilt Niemeyer. Vivendi verkaufte an die Filmbetriebe Berlin Brandenburg GmbH, an denen unter anderem der heutige Babelsberg-Geschäftsführer Woebcken beteiligt ist.
Der Aufstieg von Babelsberg ist mindestens so atemberaubend wie der Niedergang. 1912 zieht der Kameramann und Erfinder Guido Seeber mit seiner Bioscop-Filmgesellschaft aus einem Berliner Dachatelier nach Babelsberg. Für die erfolgreichen Produktionen mit der dänischen Schauspielerin Asta Nielsen wird auf dem Babelsberger Gelände ein Atelierhaus aus Glas gebaut. Am 18. Dezember 1917, mitten im Ersten Weltkrieg, gründen deutsche Produzenten auf Initiative von General Erich Ludendorff die Universum Film AG (UFA) mit einem Startkapital von acht Millionen Mark. UFA und Bioscop fusionieren vier Jahre später, und die UFA macht Babelsberg zum Zentrum der deutschen Filmindustrie.
Meisterwerke entstehen: "Die Nibelungen" (1922/24, Fritz Lang), "Faust" (1926, Friedrich Wilhelm Murnau). 1926 wird für Fritz Langs Großfilmproduktion "Metropolis" das inzwischen "Marlene Dietrich Halle" genannte Großatelier hochgezogen. 1929 folgt das erste deutsche Tonfilmatelier, "Tonkreuz" genannt wegen seiner gekreuzten Bauform: "Melodie des Herzens" mit Willy Fritsch entsteht dort, der erste deutsche komplett vertonte Spielfilm.
Der deutsche Film aus Babelsberg erreicht Weltgeltung, konkurriert mit Hollywood. Und dorthin gehen auch die Stars: Marlene Dietrich einen Tag nach der Premiere ihres Welterfolgs "Der blaue Engel" am 2. April 1930. Der UFA-Produzent Erich Pommer und Regisseure wie Lang, Lubitsch, Siodmak, Wilder, Zinnemann verlassen Deutschland, das auf dem Weg ins Dritte Reich ist, und machen Hollywood endgültig zum strahlenden Fixstern am Kintopp-Himmel.
In Deutschland selbst wird der Abstieg Babelsbergs kaum bemerkt. Propagandaminister Joseph Goebbels arisiert und verstaatlicht die Filmindustrie. Der Produktionsmotor dreht hochtourig im kulturellen Leerlauf. Tausend Filme spucken die Babelsberger Hallen aus während des Tausendjährigen Reiches, das von 1933 bis 1945 dauert: Lustspiele, Durchhaltefilme. Mit der Kapitulation wird das Babelsberger Vermögen beschlagnahmt und bis 1953 zwangsverwaltet. Babelsberg liegt nun in der DDR, die frisch gegründete Defa macht hier die Filme. Nach der Wiedervereinigung ersteht Studio Babelsberg neu; Weltgeltung wird es wohl nie mehr beanspruchen können: Heute werden auf dem Gelände im Auftrag von Fernsehsendern Telenovelas wie "Bianca" und "Julia" am Fließband gedreht.
Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Für diesen Monat hat sich Hollywood-Regisseur Paul Verhoeven angesagt. Er will in den Berliner Studios einige Aufnahmen seines Weltkriegs-Thrillers "Black Book" drehen. Hollywood besucht Babelsberg, wenigstens für einige Drehtage.
Hamburg, im Dezember 2006 - Eine ausführliche Review des Buches hat Steffen Hacker auf seiner Filmemacher-Site hackermovies.com geschrieben. Kompetent, kritisch - und daran schließt sich eine lange Diskussion in der Site-Comunity über das Buch an.
Hamburg, im April 2006 - Der Edirol R1 ist ein neuer Audiorekorder, der auf Flashkarten im unkomprimierten WAV-Format und im komprimierten MP3-Format aufzeichnet. Dank guter A/D-Wandler ist die Tonqualität ausgezeichnet. Ein externes Mikrofon kann über einen Miniklinkenanschluss verbunden werden. XLR-Anschlüsse besitzt das Gerät nicht. Der R1 wurde auf der letzten Photokina vorgestellt, zur Zeit beträgt die Lieferzeit bei den meisten Anbietern wegen der großen Nachfrage rund zwei Monate.
Der Flashkarten-Rekorder Denon DN-F20R läuft aus. Neu ist dafür der ausgezeichnete Marantz PMD 670.
Alle Geräte sind nicht mit Timecode ausgestattet, für kurze Takes beim Film aber geeignet. Ausführliche Diskussion der Vor- und Nachteile sowie Einsatzbeschreibung im Buch "Hollywood für Sparfüchse".
Hamburg, im Dezember 2005 - Unter der Überschrift "Geiz ist geil" veröffentlichte die Site kino-zeit.de eine Besprechung des Buches "Hollywood für Sparfüchse", das Frank Sauerland im September bei UVK herausbrachte:
Wie sieht der Film der Zukunft aus? Noch mehr Action, noch teurere Effekte, noch aufwändigere Großproduktionen von gigantomanischen Ausmaßen? Mitnichten, wenn man dem Hamburger Werbefilmer und Buchautoren Frank Sauerland glauben darf: "Die Zukunft des Fernsehens finden Sie im Fernsehen. Tief in der Nacht. 10 Sekunden lang blitzt sie auf, gibt sich schrill und laut, wie Underdogs es machen, die versuchen, Aufmerksamkeit im Kreis des Establishments zu erregen. Es ist die Sexwerbung auf den Privatkanälen. Sie ist billig produziert und dennoch effektiv. Sie ist mit kleinen Kameras digital gefilmt und geschnitten. Sie hat kein Ansehen und etablierte Produktionsfirmen verschmähen die Schmalspur-Etats der Kunden aus der Erotikbranche. Doch die Edelfilmer koppeln sich damit womöglich ab von der Zukunft", so schreibt der Autor Frank Sauerland.
Sein Buch Hollywood für Sparfüchse markiert einen Aufbruch, der gerade allerorten zu beobachten ist, nicht nur in den nächtlichen Schmuddelwerbungen, sondern ebenso auf den großen Filmfestivals dieser Welt. Keine Frage: Die Erfolgsgeschichte des digitalen Films – und damit sind nicht die aufwendigen digitalen Animationen von Pixar & Co. gemeint – hat gerade erst begonnen. Und da Frank Sauerland als ausgewiesener Werbefilmer seine Branche bestens kennt, illustriert er die Unterschiede zwischen den Filmemachern der alten Schule und den Kindern der digitalen Revolution mit Beispielen aus der Werbung: So nennt er die bisherige Art, Filme zu produzieren "Rama-Werbung": High-Budget-Filme im 35-mm-Format, perfekt ausgeleuchtet, gut gemacht und ziemlich teuer. Doch diese Art der Werbung ist längst dem Untergang geweiht, denn in Zeiten knapper werdender Budgets müssen etablierte Filmschaffende zwangsläufig mit der digitalen Film-Guerilla gleichziehen, wenn sie dauerhaft ökonomisch mithalten wollen. Und das gilt nicht allein für die Werbebranche, sondern wird mit der Zeit die ganze Filmbranche erfassen. Die neue digitale Technik spart aber nicht nur Kosten, sondern kreiert ganz nebenbei auch noch einen neuen Look: Schnelle Schnitte und eine bewegliche Kamera geben vielen Filmen eine deutlich verjüngte, freche und frische Bildsprache, die oft genug auch ebensolche Stoffe hervorbringt.
Frank Sauerland erklärt in seinem Buch Hollywood für Sparfüchse Schritt für Schritt alle notwendigen Stufen bei der Herstellung eines modernen digitalen Films – die Wahl der Kamera, die Ausrüstung für Ton und Beleuchtung, das Drehbuch, die Schauspielerführung und die Verarbeitung am heimischen PC. Und das alles so detailliert, verständlich und praxisorientiert, dass nicht nur Filmprofis, sondern auch Amateure mit diesem Buch bestens arbeiten können. Fazit: Ein erfrischend geschriebener Ratgeber für alle Filmverrückten, die sich mit dem digitalen Film auseinandersetzen wollen.
Hamburg, im September 2005 - Die traditionsreiche Produktionsfirma "Trebitsch Produktion Holding" soll Ende des Jahres von Hamburg nach Potsdam-Babelsberg umziehen. Babelsberg ist der Stammsitz der Ufa-Gruppe, die mittlerweile Alleingesellschafter bei Trebitsch ist.
Ufa-Geschäftsführer Wolf Bauer will Trebitsch dadurch "enger an die Ufa-Grupe anbinden und notwendige Synergien realisieren." Bauer sagt, dass derzeitige wirtschaftliche Umfeld lasse das Überleben einer eigenständigen kleinen Produktionseinheit wie der Trebitsch-Produktion-Holding kaum zu.
Frank Sauerland macht Filme. Auf digitales-filmen.de veröffentlicht er aktuelle Informationen, Links und Beispielclips zu dem Buch "Hollywood für Sparfüchse. Digitales Filmen". |
Die Ufa-Gruppe gehört zum Bertelsmann-Konzern. Ufa hatte sich 1990 mit zunächst 74 Prozent an Trebitsch beteiligt. Der Sitz der Trebitsch-Produktionsgesellschaft lag auf dem Gelände von Studio Hamburg. Die Firma war bekannt für qualitativ solide Fictionformate, die sie für das deutsche Fernsehen produzierte. Unter anderem betreute Trebitsch die Reihen "Bella Block" (ZDF) und "Commissario Brunetti" (ARD).
In Deutschland wurden in den Medien-Boomjahren rund 300 Fernsehfilme von hiesigen Produzenten entwickelt und gefilmt. Derzeit liegt die Jahresproduktion bei etwa 170 Filmen. RTL gab früher an die 50 TV-Movies pro Jahr in Auftrag, heute ist es kaum noch einer. Zusätzlich leidet der freie Markt an Ausgründungen von Produktionsfirmen, die den öffentlich-rechtlichen Anstalten nahestehen. So hat der SWR die Produktionsfirma Maran ins Leben gerufen. Der ehemalige ZDF-Redakteur Reinhold Elschot führt die "Network Movie", die für das ZDF die Serie "Girlfriends" dreht.
Mittlerweile haben einige Leser Kommentare zum Buch "Hollywood für Sparfüchse" auf der Seite des Online-Buchhändlers amazon.de abgegeben. Ansehen
Eine ausführliche Besprechung mit anschließender Diskussion des Buchs unter Filmemachern ist auf Hackermovies zu finden.
"Filme sendefähig produzieren mit den vermeintlichen Amateurformaten MiniDV und HDV: Immer mehr Entscheidungsträger aus der Film- und Fernsehbranche entdecken diese preisgünstige Alternative. Dabei entsteht mit geringem Aufwand und vergleichsweise minimalen Kosten ein neuer "Look": Die bewegliche Kamera, der schnelle Schnitt, der ungewöhnliche Auftritt erzeugen eine frische Bildsprache, welche die Zuschauer fasziniert.
Frank Sauerland bietet Autorenfilmern, Produzenten, Redakteuren und Art-Direktoren einen Überblick über alle Schritte bei der Herstellung eines modernen digitalen Films: von der Wahl der Kamera, über die notwendige Ausrüstung für Ton und Beleuchtung, bis hin zur Verarbeitung am Computer, Sound und Vermarktung. So erklärt er, wie man am Set Kosten sparen oder Videos von MiniDV-Bändern auf normal ausgestatteten PCs verarbeiten kannn. Detailliert und praxisorientiert beschreibt er dabei Chancen und Grenzen dieser sich etablierenden Low-Budget-Technik und räumt mit Vorurteilen auf."
Aus dem Neuheitenverzeichnis des UVK-Verlags
Bibliografische Angaben:
Frank Sauerland
Hollywood für Sparfüchse
Digitales Filmen
ISBN 3-89669-425-1
Praxis Film 16